Neuer Glanz in der Erkelenzer Innenstadt

Vorbildfunktion, das Siekmeyer-Haus am Johannismarkt 1 in Erkelenz hat es.

 

Siekmeyer-Haus neu vom Rathaus betrachtet.

Siekmeyer-Haus neu vom Rathaus betrachtet.

Das von Willy Siekmeyer 1942 gekaufte und 1955 umgestaltet rote Backsteingebäude war nicht nur von seiner Hausnummer, die Nummer 1 in Erkelenz. Schon in den Nachkriegsjahren traf man sich vor diesem Haus gegenüber der Pfarrkirche. Die neue Nummer 1 für Erkelenz ist inzwischen der Johannismarkt geworden. Doch von den Straßenkaffees oder wenn man einfach die Kölner Straße runter flaniert, ist der neue Hingucker im Blick. Seine markante rote Farbgestaltung und die moderne Architektur ziehen die Blicke an. Das nicht nur am Tage. In der Nacht wird der Bau mit einer modernen gefälligen Beleuchtungsanlage in Szene gesetzt.  Hochwertige und langlebige Materialien kamen nicht nur außen sondern auch innen zum Einsatz. Auf eine attraktive Fassadengestaltung wurde vom Bauherrn besonders viel Wert gelegt.

(Bild: Fa Sommer-Baustatik GmbH)

 

(Bilder: Fa Sommer-Baustatik GmbH)

Positiv für die Stadtentwicklung ist der Hinweis von Bürgermeister Peter Jansen bei der Einsegnungs- und Einweihungsfeier zu betrachten. Er sagte, „Mit diesem Objekt geben wir jetzt sogar an, denn es ist ein Musterbeispiel an markanter Stelle“. In Erkelenz sehe er noch einige Stellen, an denen ebenso wie an diesem Musterbeispiel verfahren werden könne, konterte daraufhin der Bauherr Achim Lenzen.  Es sollte aber nicht bei einem Musterbeispiel bleiben. Das sagt auch klar die enorme Nachfrage für stadtkernnahes, barrierefreies Wohnen. Es gab für die 20 Wohnungen sage und schreibe 200 Interessenten!

Nicht mal 1 Jahr betrug die Bauzeit.  Zuvor mussten die Mieter und Geschäfte „ausgelagert“ werden. Dann ging es die kaum zu glaubende Menge von 118 Kubikmeter Sperrmüll aus dem gesamten Gebäudekomplex. Erst jetzt konnte für die Ingenieure der Sommer-Passivhaus GmbH gesichtet werden was aus statischer Sicht von der Bausubstanz zu halten ist und wie die notwendigen Maßnahmen  aussehen müssen.  Dann konnte die komplette Entkernung beginnen. Was stehen blieb waren die Außenwände, Decken und Treppen. Auch der Putz musste komplett von den Wänden. Oft zeugte sich bei dem alten Gebäude erst dann, was von der Statik und Bauphysik her erforderlich war bzw. neu in die Planungen und Berechnungen erfasst werden musste. Insgesamt ist der Bau um eine auf drei Etagen aufgestockt worden. Aus vorher 9 Mietwohnungen konnten so 20 geschaffen werden. Das Bundesministerium des Landes förderte die Baumaßnahmen im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus.

Auf den neuesten Stand wurden die gesamte Technik und sämtliche Dämmungen  gebracht. Um die Nebenkosten für die Mieter auf günstigem Niveau zu halten trägt das Haus auf dem Dach eine Solaranlage.

Mittlerweile ist auch die dritte Gewerbefläche vermietet. Neben dem Reformhaus Heift und dem Reisebüro „Reisen mit Plus“, präsentiert sich seit Freitag der Aachener Tim Binz mit seinem „Blütenrausch“. Somit gibt es keinen Leerstand. Was von dieser atraktiven Lage auch nicht zu erwarten war.

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